Bewegung macht Kinder fit!

Kindern wohnt ein naturgegebener Bewegungsdrang inne. Dieser sollte gerade in den ersten elf Lebensjahren gefördert werden, damit sie ihre motorischen und geistigen Fähigkeiten durchs Rennen, Springen, Balancieren, Klettern und Toben trainieren und dadurch optimal entwickeln können. Bewegung ist laut wissenschaftlichen Studien nicht nur für die Fitness eines Kindes wichtig, sondern für seine gesamte Entwicklung zum Erwachsenen. Sie wirkt sich zudem auf das Selbstbewusstsein und die Selbstständigkeit aus, da die Bewegung das Gefühl für die eigenen Fähigkeiten stärkt. Kinder können so ihre Grenzen austesten und Erfolge erleben. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein und das Vertrauen in ihre eigene Leistungsfähigkeit. Das wiederum bringt sie auf ihrem Weg zu Selbstständigkeit weiter.

In unserer Gesellschaft bewegen sich allerdings viele Kinder zu wenig. Die Gründe sind oftmals folgende:

  • Die Kinder werden mit dem Auto oder dem Bus zur Schule gefahren.
  • Beinahe der gesamte Schulunterricht wird im Sitzen verbracht.
  • Die Hausaufgaben werden ebenfalls im Sitzen gemacht.
  • Der Schulsport ist zu kurz, um das Soll an Bewegung zu erfüllen.
  • Viele Kinder verbringen den Großteil ihrer Freizeit vor dem Computer oder dem Fernseher.

Eine durch das Sitzen geprägte Lebensweise wirkt sich entscheidend auf die körperliche Fitness sowie auf die Entwicklung der Körperhaltung aus. Dies kann zu Beschwerden und weiteren körperlichen Beeinträchtigungen im Erwachsenenalter führen.

Bewegungs-Checkliste

Sie können relativ leicht überprüfen, ob auch Ihr Kind sich zu wenig bewegt:

  • Sitzt es täglich mehr als eine Stunde vor dem Fernseher oder dem Computer?
  • Bewegt es sich in seiner Freizeit maximal eine Stunde pro Tag?
  • Ist es ein "Bewegungsmuffel" und spielt lieber drinnen und alleine?
  • Gerät Ihr Kind beim Treppensteigen schnell aus der Puste?
  • Kann es ab dem 6. Lebensjahr keine 10 Sekunden ruhig auf einem Bein stehen (ab dem 8. Lebensjahr mit geschlossenen Augen)?
  • Kann es ab dem 6. Lebensjahr nicht rhythmisch auf einem Bein hüpfen (mindestens 5 Sprünge hintereinander)?

Haben Sie eine dieser Fragen mit JA beantwortet? Dann sollten Sie etwas gegen den Bewegungsmangel Ihres Kindes unternehmen. Ansonsten könnte es zu folgenden Beeinträchtigungen kommen:

  • Schwächung und Verkümmerung der Muskulatur: Ihre stützende und stabilisierende Funktion auf die Wirbelsäule, das Fußskelett und die gesamte Haltung ist nicht mehr ausreichend gewährleistet.
  • Schwächung des Knochensystems und mögliche Überlastungsschäden
  • Stoffwechselstörungen
  • Übergewicht
  • Herz-Kreislauf-Schwächen und Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Bluthochdruck (dieser kann bereits im Kindesalter vermehrt auftreten)
  • Motorischer Übungsmangel: Kinder können dadurch Bewegungen nicht richtig koordinieren.

Bewegung ist lebenswichtig und schützt vor Haltungsschäden

Für ein gesundes Heranwachsen sollten sich Kinder bis zum 8. Lebensjahr möglichst abwechslungsreich bewegen (Hüpfen, Springen, Rennen, Balancieren, etc.). Das tägliche Spielen mit Geschwistern, anderen Kindern oder den Eltern an der frischen Luft ist dafür ideal. So werden die Reifungs- und Entwicklungsvorgänge, die unter anderem für Haltung und Bewegung verantwortlich sind, positiv unterstützt. Ab dem 8. Lebensjahr können Kinder sich dann für eine spezielle Sportart in einem Verein entscheiden.
Tägliche Bewegung hilft dabei, dass sich sämtliche Muskeln optimal ausprägen können. Dadurch können Rückenschmerzen verhindert werden und Ihr Kind hat es beim richtigen Tragen seines Schulranzens leichter, sobald es eingeschult wird.

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