Infos und Tipps für Lehrkräfte und Erzieher/-innen

Im Unterricht müssen Kinder die meiste Zeit stillsitzen. Diese Tatsache sowie Schulmöbel, die nicht ergonomisch sind, können bereits bei Grundschülern zu Verspannungen und Rückenschmerzen führen sowie Haltungsschäden begünstigen. Um die Kinder in ihrer gesunden Entwicklung zu unterstützen, können neben den Eltern auch die Lehrer aktiv dazu beitragen.
Hier sind einige Empfehlungen:

  • Aktiver, bewegter Unterricht: Machen Sie zwischendurch und am Ende des Unterrichts Dehn- und Streckübungen mit Ihren Schülern, um die Muskeln zu lockern. Daneben können Sie sich Aufgaben überlegen, bei denen sich die Kinder bewegen müssen. Diese Abwechslung fördert zudem die Konzentration.
  • Kein absolutes Stillsitzen: Natürlich müssen Kinder in der Schule ruhig sein. Aufs Stillsitzen sollten Sie allerdings nicht beharren. Solange sie den Unterricht nicht stören, sollten Kinder auf ihren Stühlen herumrutschen und die Sitzposition regelmäßig wechseln dürfen. Denn dies ermöglicht eine notwendige Be- und Entlastung der Wirbelsäule, Bandscheiben und Muskeln.
  • Optimale Sitzposition: Tische und Stühle in der Schule sind meistens nicht ideal, sodass die Schüler nicht rückenschonend sitzen. Können neue Schulmöbel angeschafft werden, sollte auf deren Ergonomie geachtet werden. Am besten eignen sich Tische mit geneigten Tischplatten und Höhenverstellung, sodass sie sich einfach an die Größe des Kindes anpassen lassen.

    So bestimmen Sie die optimale Sitzposition:

    Sitzhöhe Die Füße des Kindes sollten gerade stehen können und den Boden mit der Sohle vollständig berühren.
    Die Oberschenkel liegen dabei waagrecht auf der Sitzfläche auf, die Beine bilden einen rechten Winkel.
    Sitztiefe Die Kniekehlen und die Rückseiten der Oberschenkel dürfen die Vorderkante der Sitzfläche nicht berühren.
    Tischhöhe Bei herunterhängenden Armen sollte sich die Spitze des Ellbogens auf der gleichen Höhe wie die Tischplatte befinden.
    Beinfreiraum Für die Bewegungsfreiheit sollte zwischen dem Unterbau des Tisches und den Beines des Kindes einige Zentimeter Freiraum bleiben.
  • Geeigneter Schulranzen: Bei Einschulungs-Veranstaltungen sollten Sie als Lehrer darauf hinweisen, dass ein rückenschonender Schulranzen, der zu den körperlichen Voraussetzungen eines Kindes passt, enorm wichtig ist.
  • Notwendiges Unterrichtsmaterial: Unterstützen Sie die Eltern, indem Sie eine Liste erstellen, die darstellt, welche Bücher, Hefte, etc. für die verschiedenen Unterrichtsstunden benötigt werden. Mit deren Hilfe können die Eltern kontrollieren, dass die Kinder nichts Unnötiges mit in die Schule schleppen müssen.
  • Ablagesysteme: Regale, in denen jedes Kind sein eigenes Fach hat und Bücher, Stifte, etc. lagern kann, helfen, dass nicht zu viel Gewicht den Kinderrücken belastet.
  • Getränkeservice: Sprechen Sie mit den Eltern ab, ob es für das Klassenzimmer einen Getränkeservice geben soll. Das erspart den Kindern das Tragen von Getränkeflaschen. Außerdem ist dies eine gute Möglichkeit zu verhindern, dass ein Kind den ganzen Tag ohne Getränk auskommen muss, weil es seines zuhause vergessen hat.
  • Ausgewogene Ernährung: Zur gesunden Entwicklung Ihrer Schüler können Sie auch beitragen, indem Sie auf deren Pausenbrot achten. Geben Sie beim Elternabend Tipps, wie ein ordentliches Schulfrühstück aussehen kann.

    Zum Beispiel:

    • Vollkornbrot mit Käse und magerer Wurst
    • Pumpernickel mit Frischkäse und Gurke
    • Knabbergemüse
    • geschnittenes Obst
    • Studentenfutter/ unbehandelte Nüsse
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